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Wie Victoria

Manch Weibchen sähe sich sicher gern in gleicher Weise. Gar manches Männchen sähe es noch lieber, wenn Weibchen in gleicher Weise zu beschauen wäre. Und selbst wenn es das Weibchen nicht so empfände, so bliebe Männchens Erachten von verklärtem Weibe Bildnis unbeirrt - einmal so ausschauen wie Victoria, gern aber auch mehrere Male.

So richtet sich nachfolgendes Wort und Bild in erster Linie an die weibliche Leserschaft. Bevor ich nun das Nudelholz an den Kopf geworfen bekomme, da es ja mal wieder soooo typisch ist, dass sich der werte Herr faulen Gesäßes, voll der Erwartung reizvoller Ansichten, dem Sofa hingibt, indes sich das sorgend Weibe in Stunden körperzierender Aufwendungen für Männchens Aug gar wohlgefällig darbietet und man noch im gleichen Moment der sexistischen Tendenz in diesem Ausspruch in Verkörperung des geworfenen Nudelholzes gewahr wird, sei gesagt, dass man die Gefälligkeit einfach an eine Gegenleistung des Männchens knüpfen könnte.
Vielleicht bringt man es so zum regelmäßigen Müllentsorgen, vielleicht ist der ein oder andere Abwasch aushandelbar, vielleicht aber fordert man in ihm den Gegenpart in Form eines männlichen Cats-Charakters ein, denn derer gibt es zu Hauf und in ihrer Verschiedenartigkeit dürfte auch für Katzes Geschmack etwas dabei sein. Ganz gleich, ob ihr eurem Männchen nun einen zählbaren Ausgleich der Mühen herauspresst oder ihr es aus freien Stücken, allein getrieben von der euch innewohnenden Zuneigung, tut, der Erkenntlichkeit des Männchens dürft ihr euch gewiss sein. Allein die Frage bleibt, in welcher Form der Dank ausgesprochen wird und wie oft. Wir schweifen langsam ab…

Aber wie?

Nun, zunächst müsste man sich um die Äußerlichkeiten bemühen. Ein guter Anfang wäre der polarweiße Unitard, ein wenig Fellstoff für die Leg warmers und Schwanz und eine Katzenperücke. Da man nichts davon roh verwenden kann, benötigt man zusätzlich eine größere Portion Inspiration, Hang zur Ästhetik und erkennbares, künstlerisches Talent. Wenn man nicht alle Eigenschaften in sich vereint, darf man auch Freunde und dessen Bekannte zur Unterstützung heranziehen, was sich im Falle des Cat Suits ohnehin besser macht.

Zwar gibt uns die schneeweiße Victoria mit der weites gehend hellen Färbung kaum Rätsel in der Fellgestaltung auf, wer aber die kupferfarbenen Streifen an den Flanken nicht vernachlässigen möchte, der kommt um eine Airbrush-Session nicht herum. Dies funktioniert allerdings nur dann, wenn man das hautenge Stück auch tatsächlich trägt.

Während Leg warmers und Schwanz nicht gar so viele Probleme bereiten sollten, bedarf es beim Frisieren der Perücke ein wenig mehr Geschick, da man diese vermutlich nicht nur zurechtrücken sondern auch zurechtschneiden muss. Darüber hinaus müssen Farbakzente (zumindest an den Ohren) gesetzt werden, sodass ihr die Airbrush-Pistole vielleicht nicht ganz so weit weglegt. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass ein Besuch beim Friseur weiterhelfen kann. Ob dieser nun Echthaar gestaltet oder eine weiße Perücke in Form bringt, sollte fast schon egal sein, zumal das auch in bezahlbaren Größenordnungen von Statten gehen müsste.

Das Schwierigste Unterfangen ist wohl das Schminken, da erst das katzenhafte Antlitz das Bildnis der Victoria ausmacht und man hier um gewisse Fertigkeiten am Arbeitsgerät nicht herum kommt. Je nach Ausprägung der Befähigung kann das Ergebnis von einer japanischen Geisha, über einen Waschbären hin zu Jason Lee in seiner Rolle als die Krähe variieren. Hier können euch vermutlich nur Übung, Erfahrung oder gute Freunde weiterhelfen.

Vor
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